Peruanito.de | Meine Frau, die Peruaner und Ich…

rssfeed

» Peruanito.de » Die Peruanische Küche

Die Peruanische Küche

Peruanische Rezepte – Die Peruanische Küche

Die peruanische Küche ist sehr vielseitig. Die Peruanische Küche ist aus der Vereinigung zahlreicher Einflüsse entstanden, basierend auf der traditionellen Küche der Inka (Quechua). In der Kolonialzeit dominierten vor allem Einflüsse der spanischen Küche und der portugiesischen Küche. Im 19. Jahrhundert wurden Elemente verschiedener Einwanderer küchen übernommen, z.B. der afrikanischen, chinesischen, japanischen, italienischen, französischen und der englischen Küche.

Kartoffeln auf dem Markt Kartoffeln auf dem Markt

Da Peru als Uhrheimat der Kartoffel gilt ist es nicht verwunderlich das die traditionellen Grundnahrungsmittel Mais und Kartoffeln sind. Außerdem wurde bereits zur Inka zeit Quinoa angebaut, eine sehr genügsame Pflanze, die auch als Pseudogetreide bezeichnet wird. Viehzucht spielte eine untergeordnete Rolle, gehalten wurden Lamas, Alpakas und Meerschweinchen, die in Peru als Nutztiere gehalten und Cuy genannt werden. Pro Jahr sollen bis zu 65 Millionen dieser Tiere hier gegessen werden. Die Lamas liefern nicht nur Fleisch, sondern auch Wolle, Leder, Fett und Dünger.

In Peru gibt es eine besonders große Artenvielfalt bei verschiedenen Anbauprodukten und Tieren:

  • 35 Sorten Mais
  • 15 Sorten Tomaten
  • 4000 Kartoffelsorten.
  • 016 Sorten Süßkartoffeln
  • 640 Sorten Obst
  • 2000 verschiedene Fischarten

Die peruanische Küche ist keine homogene Nationalküche, sondern besteht aus mehreren Regionalküchen. Die Küche der Küstenregion wurde vor allem von den Ureinwohnern, Afrikanern und Chinesen beeinflusst. Hier spielt naturgemäß Fisch eine wichtige Rolle. Peru ist einer der größten Produzenten von Fischmehl, das international als Futter für Aquakulturen eingesetzt wird. Typische Gerichte sind:

  • Ceviche, ein Salat aus marinierten Meeresfrüchten
  • Chupe de camarones, eine dicke Suppe aus Garnelen, Kartoffeln, Milch und Chili.

In Zentralperu mit den Zentren Lima und Trujillo wurde die Küche von den Spaniern sowie von afrikanischen, europäischen, chinesischen und japanischen Einwanderern geprägt. Hier wird häufig Reis als Beilage verwendet, von der japanischen Küche wurde die Zubereitung von rohem Fisch übernommen. Sehr verbreitet ist auch die Kreolische Küche.

Meeresfrüchte auf einem Markt in Lima Meeresfrüchte auf einem Markt in Lima

An der Küste gibt es eine große Auswahl an Gerichten auf Basis von Fisch, wie der Seebrasse und Seezunge, sowie Meeresfrüchten wie Langusten, Muscheln, Tintenfisch und Krebse. Ebenfalls viel verwendet werden Hühner- und Rindfleisch.

In Lima bieten viele Straßenstände die lokale Spezialität Anticuchos an, marinierte und gewürzte Rindfleischstücke auf einem Spieß, die gegrillt und oft mit Kartoffeln oder Mais serviert werden. Sie werden im Freien als Finger Food gegessen, aber auch in creolischen Restaurants angeboten. Ein anderes beliebtes Fast Food sind Tamales: gekochte Maiskolben mit Fleisch oder Käse, eingewickelt in ein Bananenblatt. Sie werden häufig auch zum Frühstück gegessen, zusammen mit einer Sauce namens Salsa criolla. Ein populäres Gericht sind außerdem Papas a la Huancaína, in Scheiben geschnittene gekochte Kartoffeln auf Kopfsalat mit einer würzigen Käsesauce und Oliven.

Hochland Kaffee Hochland Kaffee

Im Hochland werden viel Kartoffeln verwendet, sowie Quinoa, Weizen, Rind- und Schweinefleisch. Die Küche der Peruaner in den Anden basiert traditionell vor allem auf Mais, Kartoffeln und verschiedenen anderen Pflanzenknollen. Hier werden auch heute noch einheimische Alpacas und als Haustiere gehaltene Meerschweinchen gegessen, Schafe und Schweine werden importiert. Die Alltagskost war früher sehr einfach, aufwändige Rezepte gab es nur für Festspeisen. Das bekannteste Gericht dieser Region heißt Pachamanca, ein Festessen. Es ist ein Eintopfgericht aus verschiedenen Fleischsorten wie Schweinefleisch und Rindfleisch, Kräutern und Gemüse, das langsam auf heißen Steinen vor sich hin köchelt. Eine andere traditionelle Variante ist Pachamanca in einem tiefem Erdloch, eingebettet in Bananenblättern, zu erhitzen. Die Erde produziert die notwendige Hitze. Der typische Speisefisch dieser Region ist die Forelle, die hier gezüchtet wird.

Im Regenwald sind die Gerichte auf Süßwasserfische ausgerichtet. Fische wie der paiche und der Dorado werden mit Yucca, Palmherzen und Kochbananen kombiniert.

Typische Peruanische Gerichte:

  • Chicharrón de Chancho: Schweinefleisch knusprig geröstet mit einer dicken Speckschwarte.
  • Anticucho: am Spieß gegrilltes Rinderherz.
  • Ceviche: Kalte Vorspeise aus rohen Fischstücken, in Limonensaft mariniert und mit Zwiebeln und Chili serviert.
  • Chupe de Camarones: Suppe aus Garnelen, Kartoffeln und Gemüse.
  • Ají de gallina: Hühnerfleisch in einer leicht scharfen, cremigen Sauce.
  • Lomo Saltado: Rindfleischstücke gebraten mit Zwiebeln und Paprika, dazu Kartoffeln und Reis.
  • Pachamanca: eine Auswahl mehrerer Fleisch- und Gemüsesorten,die in Erdgruben gegart werden, über glühenden Steinen.
  • Rocoto Relleno: mit Rindfleisch gefüllte Paprika.
  • Estofado: Eintopf aus Fleisch, Mais, Kartoffeln und Karotten, mit scharfer Käse-Paprika-Sauce.
  • Sopa a la Criolla: Landestypische Nudelsuppe mit Fleischeinlage.
  • Tacacho: Knödel aus Kochbanane und Speck, manchmal gemischt mit Maniok und Bohnen.

Getränke:

  • Pisco: landestypischer Traubenschnaps.
  • Pisco Sour: Cocktail aus Limonensaft, aufgeschäumtem Eiweiß und Pisco. Zugefügt werden einige Tropfen Angostura und etwas Zimt.
  • Perú Libre: Longdrink aus Pisco und Cola.
  • Jugos: Jugos nennt man die Säfte aus verschiedensten Früchten, die je nach Frucht entweder pur, mit Wasser oder mit Milch verdünnt werden.
  • Chicha Morada: Alkokolfreies Getränk aus violettem Mais, gewürzt mit Zimt.
  • Inka-Cola: Knall gelbe Limonade, die hier genauso beliebt ist wie Coca Cola.
  • Chicha: Vergorenes Maisbier.

Süsses:

  • Desserts Churros: Frittierte Teigstangen, oft mit einer karamelartigen Füllung (Crema de Leche).
  • Picarones: Frittierte Hefeteigstücke mit Honig
  • Manjarblanco: Creme hergestellt aus gesüßter Kondensmilch.
  • Mazamorra Morada: Reichhaltige Grütze aus violettem Mais mit Ananas und Apfelschalen, Quitten und Zimt gekocht und mit getrockneten Früchten angerichtet.
  • Algarrobina: Sirup aus Früchten des Johannisbrotbaumes, mit Pisco, Eigelb, Eis und Sahne.
 
 
 

One Response to “Die Peruanische Küche”

  1. Sklavin quälen
    schrieb vor 2553 Tagen 21 Stunden und 55 Minuten um 11:19

    Tolle Seite – tolles Design. Ist das ein Free-Template?

Leave a Reply


Die letzten Kommentare