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Jahresarchiv für 2009

 
 

Meerschweinchen Rezept oder das „Ekel-Kochbuch“

Als ich, diese Woche so mir-nicht-dir-nichts in meinen flanell Unterhosen locker flockig durch die unendlichen Weiten des Netzes surfte, lediglich mit einem Virenscanner bewaffnet, stieß ich auf einen Artikel über ein angebliches „Ekel-Kochbuch“ ekelig deshalb weil in besagtem Werk ein „Grusel-Rezept“ für ein „christlich gebratenes Meerschweinchen“ enthalten sein soll in dem detailliert erklärt wird, wie man Meerschweinchen-Braten zubereitet. Mit einer Liste aller Zutaten,
die Mengen, alles leicht nachzukochen! Inklusive einer Anleitung zum Häuten, Ausnehmen und Zerschneiden der Tiere. Oh mein Gott!

Getrieben von einer Bösen Vorahnungen und innerer Unruhe schlurfte ich zum Bücherregal und nahm eines der Kochbücher die dort stehen heraus, wirklich auf Seite 60 die große Überschrift „Fleisch“ dazu die Kapitel Fleisch kochen, Fleisch schmoren Fleisch dünsten. Auf den folgenden Seiten weiter Beschreibungen zur Zubereitung von Rindfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Wild und Wildgeflügel außerdem Rezepte für Fisch und auch für Schalen und Krustentieren, meine dunkelsten Vorahnungen hatten sich bestätigt!

Spaß beiseite, was ist den so schlimm an einem Rezept zur Zubereitung von Meerschweinchen und einer Anleitung zum Ausnehmen und putzen derselben? Selbst ein ambitionierter Hobbykoch dürfte wohl Schwierigkeiten haben die Tiere richtig aus zu nehmen und zu putzen, deshalb erscheint mir eine Anleitung dazu recht sinnvoll.

Oder liegt daran das das Meerschweinchen so Süß sind? (Süß im Sinne von niedlich), aber sind Hasen nicht auch Süß? Oder was ist mit den niedlichen Kälbchen, die mit ihrer Mutter über die Wiese Tollen und sich des Lebens freuen, die sind doch auch niedlich oder? Trotzdem hab ich in meinem Kochbuch z. B. ein Rezept mit dem Titel „Hasenfilet in Morchelrahm“ oder „Milchlamm gebraten“ Milchlämmer sind in der Regel sechs Monaten alt und ernähren ausschließlich von Milch, also auch recht niedlich.

Ist die Aufregung also nicht etwas übertrieben?

Sucht man etwas weiter zu dem Thema so findet man noch das ein oder andere, z.B. bleibt Herrn Dr. Edmund Haferbach, Mitglied der Tierschutzorganisation PETA, aufgrund dieses Rezeptes die Spucke weg, ob Herr Haferbach das Rezept nicht schmeckt oder ob ihm aus anderen gründen die Spucke weg bleibt lies sich allerdings nicht ergoogeln.
Ganz im Gegenteil zu Herrn Haferbach läuft mir das Wasser im Munde zusammen, wen ich an Meerschweinchen denke, besonders mit einer Erdnusssoße sind sie sehr lecker!

Außerdem meldet sich noch die Stuttgarter Die Stuttgarter Meerschweinchenhilfe e. V. (ja die gibt’s wirklich, http://www.meerschweinchenhilfe.de/) in Person von Claudia Wehling zu Wort, Sie sagte “„So ein Rezept ist doch Quatsch. Das entspricht nicht unseren ethischen Vorstellungen und verletzt die Gefühle vieler Menschen.“ Also handeln viel Millionen Südamerikaner unethisch wenn sie sich ein Meerschweinchen zubereiten? Manchmal schadet es nicht mal über den Tellerhand hinaus zu schauen, andere Länder andere Sitten, nur weil bei uns etwas unethisch ist heißt das nicht das es überall so sein muss, andersherum gibt es wahrscheinlich genügend dinge die bei uns als normal angesehen werden die in anderen Kulturkreisen als unethisch gelten. Etwas mehr Toleranz wäre also angebracht.

Die Katholische Kirche verteidigt übrigens das Rezept mit dem Hinweis das Meerschweinchen in den Anden ein wichtiges Nahrungsmittel sind, weil sie einen sehr hohen Nährwert haben und sich schnell vermehren.

Auftraggeber des Buches „Unser tägliches Brot – Rezepte, Gebete und Geschichten zum Grundrecht auf Nahrung“ ist übrigens der Lutherische Weltbund (LWB), anlässlich der LWB-Vollversammung 2010 in Stuttgart mit 400 führenden Kirchenvertretern. Das Grusel-Rezept soll sich auf Seite 48 des Kochbuchs befinden: „Christlich gebratenes Meerschweinchen“. Zutaten u. a. ein großes Meerschweinchen (ca. 1 Kilo), dazu Süßkartoffeln, Soyasauce, Knoblauch, Eier, Essig und Chillipfeffer.

Anlässlich dieses Artikels hab ich mich entschlossen hier auf Peruanito.de Peruanische Rezepte zu veröffentlichen, anfangen werd ich natürlich mit dem ein oder anderen Meerschweinchen Rezept.

Quellen:
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2009/04/18/meerschweinchen-braten/zoff-um-ekel-kochbuch-der-stuttgarter-kirchen.html
http://www.kath.net/detail.php?id=22703

Oxapampa?

Wo liegt eigentlich Oxapampa? Die meisten wissen ja inzwischen , das ich “interkontinental” verheiratet bin und deshalb meinen Urlaub in Oxapampa beim peruanischen Teil meiner Familie verbringe.

Aber wo ist Oxapampa eigentlich? Nun Oxapampa ist ein kleines Städtchen in zentral Peru, östlich der Anden auf etwa 1800 Metern und es ist sogar in Google Maps zu erkennen, also so klein ist es gar nicht. Google Maps Oxapampa

Da wir nun wissen, wo es ist, stellt sich die Frage ,wie kommen wir dahin? (Ob man dahin will, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten ,bzw. nur für mich sprechen, also ich will auf jeden Fall) .Um nach Oxapampa zu kommen, muss man zunächst mal diesen Kontinent verlassen (zumindest gilt das wahrscheinlich für die meisten Leser) und sich nach Südamerika begeben.

Da Südamerika recht groß ist, gehe ich jetzt einfach mal davon aus ,das jeder das über kurz oder lang findet. Sobald man dann in Südamerika ist, am besten nach Peru durchfragen und dann nach Lima. Am einfachsten ist es ,direkt bis nach Lima zu fliegen, da kann man gemütlich etwa 12 Stunden im Flieger herumsitzen und drei bis vier Filme gucken, danach hat man dann dermaßen Kopfschmerzen das einem alles egal ist ,was aber Vorteile haben kann, wenn man zum ersten Mal in Lima ist.

Kaum ist man in Lima, fangen auch schon die Probleme an, erstens braucht man einen Taxifahrer, dem man vertrauen kann. Ich ruf immer meinen Schwager an, der sagt seinem Schwager Bescheid und der holt uns ab und bringt uns ins Zentrum von Lima nach “Av. 28 de julio la Victoria”. Wer keinen Schwager hat, der muss einem der vielen Taxifahrer vor dem Flughafen den Vorzug geben. Dabei gilt, erst Preis verhandeln ,dann einsteigen, sonnst wird man übers Ohr gehauen. Alternativ kann man auch “Öffentliche Verkehrsmittel” benutzen, was sehr viel billiger ist…. Allerdings sollte man sich da schon etwas auskennen und wissen, was man tut!! Denn das peruanische Bussystem ist was ganz besonderes, aber dazu ein andermal mehr.

Hat man das erste Problem gelöst und man hat es bis Lima Zentrum geschafft, kommt auch schon das nächste Problem, man muss einen Bus finden der noch Plätze frei hat und der technisch ,zumindest soweit man das beurteilen kann ,in Ordnung ist.

Seit letztem Jahr gibt es Busse mit bequemen Liegesitzen (Buscama nennt sich das), das kostet zwar etwa 20 Soles mehr wie ein normaler Sitz, lohnt sich aber vor allem wenn man nachts fährt, zumal die Fahrt je nach Wetter, Straßenlage und Risikobereitschaft des Fahrers schon noch mal 12 Stunden dauern kann.

Sitzt man dann im Bus und fährt los, kommt für den Einen oder Anderen das nächste Problem…. Ticlio ca. 4800 Meter über dem Meer, was für einen durchschnittlichen Mitteleuropäer schon mal etwas zu hoch sein kann, aber nicht nur Mitteleuropäer leiden unter der Höhenkrankheit auch viele Peruaner leiden darunter, besonders Kinder, fängt dann einer an zu Erbrechen ,setzt dies eine Kettenreaktion in Gang, so ähnlich wie die Tomatensaftgeschichte im Flugzug, (einer trinkt Tomatensaft, plötzlich wollen alle Tomatensaft?), nur ist Tomatensaft wesentlich angenehmer als Erbrochenes. Wenn man also Pech hat, sitz man in einem Bus voll kotzender Touris und Peruaner….. und man hat meistens Pech.

Also kurz und gut, ist man über Ticlio drüber, geht es wieder runter, meistens hält der Bus zwischendurch an und man kann etwas Essen ,z. B. Tamales und Trinken kaufen.

Weiter geht es dann recht ruhig, manchmal hält der Bus noch in Tarma ,ein paar Leute steigen, ein paar aus. Wenn man am Tag unterwegs ist, kann man schön sehen, wie sich die Landschaft und die Vegetation verändert. Kurz vor La Merced gibt es dann manchmal noch eine Militärkontrolle und ganz wichtig ,die vorgeschriebene Gelbfieberimpfung wird da auch überprüft, wer die nicht hat, muss wieder umkehren oder eine Zwangsimpfung über sich ergehen lassen, also lieber daheim von der Fachkraft machen lassen als vor Ort vom Polizeichef ;-).

Hat man das geschafft, kommt man recht schnell nach La Merced. Die Stadt liegt auf etwa 800 m und ist eigentlich ganz nett. Meistens muss man hier umsteigen, da soweit ich weiß, nur die Firma Lobato direkt bis nach Oxapampa fährt, ist aber normal kein Problem, es gibt immer ein Taxi oder einen Kleinbus der nach Oxa fährt, warten muss man höchstens mal, wenn man in der Nacht ankommt.

Ein paar Kilometer nach La Merced hört dann auch die “gute” Straße auf, was da dann kommt würde ich mal als Feldweg bezeichnen. Zum Glück dauert es aber nicht mehr lange, seit 2006 gibt es dann nach etwa 20 km wieder eine normale Straße und ab jetzt geht es auch wieder bergauf, wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich ab hier auf die rechte Seite des Transportmittels setzen,denn die Straße schlängelt sich in unzähligen Kurven immer rechts am Hang entlang immer weiter nach oben, bis nach Oxapampa.

So jetzt wisst ihr, wo es ist und wie man hinkommt, ich denk wir sehn uns mal dort oder?

Peruanito.de online

Nach langem hin und her geht Peruanito.de jetzt endlich online. Es ist zwar noch nicht alles perfekt aber das kann ja noch werden (wahrscheinlich aber eher nicht… wie das halt so ist mit Internet Seiten.).
Peruanito.de läuft mit WordPress, super Sache gut zu handhaben. Als Theme hab ich Simplicity ausgewählt, allerdings hab ich daran auch schon etwas herummodifiziert.
Das ein oder andere Plugin wird sicher noch dazukommen, mal sehn wie sich das hier so entwickelt. Alles weiter Veränderungen am blog etc dann immer hier in der Kategorie „Peru blog log“


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